Unentschieden in Zirl!

Wieder mehr als strittige Entscheidungen!

Eines der kampfbetontesten Spiele bislang in dieser Saison endet mit einem 1:1 Remis. Leider werden wir in der Schlussphase wieder einmal klar benachteiligt (nicht zum ersten Mal in dieser Saison!).

Zirl ist zwar Tabellenletzter - diese Momentaufnahme spiegelt aber wahrlich nicht die echte Stärke der Kleissl-Elf wieder! Bekanntlich wurden aufgrund des nachträglichen Aufstiegsverzichts nach der Covid-bedingten Zwangspause im Frühjahr den Zirlern vor der Saison 9 Punkte abgezogen. Nur deshalb befindet sich Zirl derzeit im Tabellenkeller.

Die Gastgeber starten extrem bissig in die Partie. Mit starkem Pressing setzen uns die Heimischen in der Anfangsphase enorm unter Druck. Nach wenigen Augenblicken auch die erste Großchance für Zirl. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position kommt Mehmedovic per Kopf an den Ball - die Kugel klatscht an die Oberkante der Querlatte (2.)!

Kurz darauf unser erster Angriff - ein gut angetragener Taxacher-Schuss wird aber geblockt (4.).

Zirl bleibt vorerst weiter die spielbestimmende Mannschaft. In der 13. Minute vergibt Bär die nächste Topchance - völlig freistehend setzt er einen Kopfball nach Ecke von rechts nur Zentimeter rechts neben das Tor!

Kurz darauf muss Bär mit einer zu befürchtenden schweren Bänderverletzung vom Feld (ohne Fremdeinwirkung umgeknickt). Gute Besserung auch auf diesem Wege!

Wir können uns jetzt gut in die Partie fighten und nehmen den Kampf an. Das enorme Zirler Anfangstempo nimmt zusehends ab. Bis zur Pause entwickelt sich eine Partie auf Augenhöhe. Je länger das Spiel dauert, desto mehr gewinnen wir die Oberhand.

In der zweiten Halbzeit kippt das Spiel dann endgültig in unsere Richtung. Wir sind jetzt fast immer einen Schritt schneller als der Gegner und können unsererseits Druck erzeugen. Die riesigen Torchancen bleiben aber vorerst aus.

Ein guter Told-Freistoß geht nur knapp neben das Gehäuse (59.). Zauner vergibt auf der Gegenseite eine ausgezeichnete Kopfballchance (71.).

Kurz darauf wird Hechl auf der rechten Seite von Taxacher ideal freigespielt. Bei der Annahme springt ihm der Ball aber etwas zu weit weg - Tormann Hummer kann im letzten Moment klären (74.). Interessanter Weise gibt es aber Abstoß und nicht wie deutlich ersichtlich Eckball. Der Schiedsrichter pfeift ab diesem Zeitpunkt nur mehr für eine Mannschaft - leider ist das nicht der SVK!

Das 1:0  für unser Team in der 78. Minute kann er aber nicht verhindern. Gefühlvoller Told-Freistoß in den Strafraum, Manuel Treichl nimmt die Kugel volley und zimmert diese unter die Latte!

Aber kurz darauf sind wir nur mehr Passagier, denn der Schiedsrichter übernimmt jetzt das Kommando. In der 80. Minute ein weiter Ball der Zirler auf die linke Seite. Soma Molnar ist deutlich schneller am Ball und wird von hinten einfach umgestoßen. Der Schiri lässt unglaublicher Weise weiter spielen. Sekunden später kommt der Ball in den Strafraum und Treichl klärt vermeintlich mit einem perfekten Tackling. Es folgt ein Pfiff und eine Elfmeterentscheidung, die nur mehr mit den Worten "unfair, unsportlich und gemein" zu beschreiben ist. Der Zirler Ex-Profi Thomas Bergmann ist ein wahrer Sportsmann und gibt sogar noch zu, dass es kein Foul war. Das ist dem Schiedsrichter aber völlig egal - er bleibt bei seiner mehr als fragwürdigen Entscheidung! Alak verwandelt den Elfmeter dann problemlos.

Eine Minute später wird Stefan Heim für sein zweites Foul im Spiel mit Gelb/Rot vom Platz gestellt. Das Foul war zwar von hinten, aber dann hätte es im Spiel wohl mindestens 20 gelbe Karten geben müssen. Fingerspitzengefühl schaut wohl anders aus.

In Überzahl schmeißt Zirl noch einmal alles noch vorne. Wir stemmen uns aber gekonnt dagegen. In der Nachspielzeit gibt es noch einmal Ecke für die Heimischen. Der Ball kommt zur Mitte und wird zuerst geklärt. Aus dem Rückraum fliegt der Ball dann wie eine Bogenlampe auf unser Tor. Tormann Winkler sichert mit einem Griff an die Querlatte - der Ball fliegt klar ersichtlich ohne seine Berührung in das obere Außennetz. Der Schiedsrichter steht ohne Sichtbehinderung knapp 7 Meter vor dem Tor. Plötzlich deutet der Assistent mit seiner Fahne zur erneuten Ecke. Der Schiri, der klar die bessere Sicht hatte, folgt seinem Assistenten. Jetzt brennen bei Treichl die Sicherungen durch und er lässt sich zu einer Beleidigung hinreißen und erweißt uns damit natürlich einen Bärendienst. Wie wenn er darauf gewartet hätte, zückt der Schiedsrichter sofort die Rote Karte (92.)!

Gott sei Dank können wir dann mit 9 Mann aber zumindest das Remis retten.

Sogar die Zirler, sowohl Spieler als auch Zuschauer, stimmen uns zu und bestätigen die fatalen Fehlentscheidungen. Der Zirler Trainer Wolfgang Kleissl wird in der heutigen Tiroler Krone folgendermaßen zitiert: " Der Elfmeter, der zum 1:1 führte brachte die Kirchbichler auf die Palme. Das war sicher eine strittige Situation. Wäre ich umgekehrt betroffen gewesen, hätte ich mich wohl auch maßlos aufgeregt. So darf ich nicht jammern."

Leider werden wir in der laufenden Saison nicht zum ersten Mal klar benachteiligt. So haarsträubende Fehlentscheidungen muten schon etwas komisch an! Keine Ahnung was da abgeht! Wir sind den Entscheidungen der Schiedsrichter hilflos ausgeliefert. Es hat den Anschein, als ob eine gewisse Allianz gegen uns gebildet wurde. Trotzdem oder gerade deshalb werden wir hier weiter versuchen die Wahrheit (so wie wir sie sehen) zu berichten. Mit dem Wissen, dass das nicht jedem passt...

Ein Extralob an die gesamte Mannschaft für ihren Kampfgeist und für den dieses Mal vorhandenen Willen! Top! So muss es weiter gehen!

Am kommenden Freitag empfangen wir daheim den SVI. Mit den gesperrten Heim und Treichl wird diese Aufgabe natürlich nicht leichter...

Ein paar Fotos vom Spiel unter "Bilder".

FC Zirl vs. SV Kirchbichl 1:1 (0:0)

Tore: Can Alak (81. Elfmeter) bzw. Manuel Treichl (78.)

Rote Karte: Manuel Treichl (92. Beleidigung, SVK)

Gelb/Rote Karte: Stefan Heim (82. Foul, SVK)

Gelbe Karten: Posch (45. Foul) bzw. Stampfl (8. Foul), Heim (26. Foul), Told (30. Foul), Molnar (55. Unsportl.), Schneeberger (82. Kritik)

SVK: Winkler; Told, Fuchs, Treichl, Molnar; Stampfl, Heim; Hechenbichler, Jamnig (86. Schönlechner), Hechl M.; Taxacher



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